Montessori Unterricht

In der Eingangsstufe 1/2 - Offene Unterrichtsformen in 3/4

Unsere Eingangstufe wird lt. Beschluss der Schulkonferenz vom 16.07.08 mit zwei Jahrgangsübergreifenden Klassen (JüK) 1/2 nach den pädagogischen Richtlinien und den zugehörigen Materialien von Maria Montessori geführt.

Ausgangssituation

Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 richtete die Wildensteinschule erstmalig eine jahrgangsübergreifende Klasse 1/2 ein. Vorausgegangen war eine intensive Elternberatung über die pädagogischen Möglichkeiten des Arbeitens in jahrgangsübergreifenden Klassen verglichen mit der Arbeit in Jahrgangsklassen. Den Eltern stand frei für ihr Kind eine jahrgangs- oder jahrgangsgemischte Klasse zu wählen. Die Ergebnisse der Elternwahl waren folgendermaßen: Bei 61 Kindern wurden für die Jahrgangsklassen insgesamt 17 Kinder und für die JüK 31 Kinder gemeldet. Beide Varianten konnten sich 9 Eltern vorstellen, von 4 erhielten wir keine Nachricht.         Im Folgejahr 07/08 fanden erneut Elterninformationen und Klassenwahl statt. In diesem zweiten Jahr wählten nur noch die Eltern der künftigen Erstklässler. Von 28 Kinder wurden 24 für die jahrgangsgemischte Montessoriklasse gemeldet und 4 Kinder für die Jahrgangsklasse. Noch vor Schuljahresende verringerte sich die Schülerzahl der Eingangsstufe unter den Teiler von 56 Schülern, so dass statt drei nur noch zwei Klassen gebildet werden konnten. Auf Grund der hohen Akzeptanz in der Elternschaft wurden zum Schuljahr 07/08 zwei jahrgangsgemischte Klassen gebildet. Am 16.07.08 wurde das Unterrichtsprinzip der Montessori Pädagogik für die Eingangsstufe der Wildensteinschule von der Schulkonferenz verbindlich festgelegt.

Hintergrundinformationen: Pädagogische Ansätze

Für unser Anliegen, eine lernfreudige Schule zu sein, in der Kinder in ihrer emotionalen, kognitiven und sozialen Entwicklung intensiv und optimal gefördert werden können, arbeiten wir in der Eingangsstufe nach den Grundsätzen Maria Montessoris. Die unterrichtenden Lehrer verfügen über das Montessori-Diplom bzw. befinden sich in der Ausbildung.

Die wesentlichen Merkmale der Montessori-Pädagogik sind:
  • eine veränderte Haltung des Erziehers (die Lehrerin als Lernbegleiterin)
  • die vorbereitete Lernumgebung (ermöglicht eine große Wahlfreiheit und indirekte soziale Erziehung)
  • das Montessori-Material (hoher Aufforderungscharakter, schrittweise Steigerung der Schwierigkeitsgrade, in sich abgerundetes Lernsystem – will verstanden werden als Entwicklungsmaterial, was die Gesamtpersönlichkeit des Kindes fördert und ihm in den jeweils ‚Sensiblen Phasen’ [1] zur Verfügung steht.)

Auswirkung dieser pädagogischen Arbeit auf das Schul-und Klassenklima

Einsatz des Materials:Die Schüler lernen zu warten, da jedes Material nur einmal vorhanden ist, das Material zu wertschätzen, den achtsamem Umgang mit dem Material und ein ausdauerndes Arbeiten.Das Kind kann entscheiden, wann, wo und mit wem es arbeiten will:Die Eingangsstufe verfügt über einen eigenen Bereich (Klassenzimmer und großzügiger Flur), in dem die Kinder sich frei bewegen und arbeiten können.In der Freien Stillarbeit entscheiden sich die Schüler für ein Material. Dabei herrscht eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Haltung des LehrersDie Lehrerin bietet Hilfe durch korrekte Materialeinführung, damit das Kind eigenaktiv mit einem Material arbeiten kann („Hilf mir, es selbst zu tun“) Vorbereitete UmgebungDas Material ist für jeden Schüler jederzeit verfügbar.Die Materialien haben einen festen Platz im KlassenzimmerOrdnungsstrukturen werden gestärktgibt räumliche SicherheitEs wird hochwertiges Material, vorwiegend aus Holz statt aus Plastik verwendetKinder lernen Wertschätzung Jahrgangsgemischtes ArbeitenIm jahrgangsgemischten Arbeiten wird die Nachahmungs- und Vorbildfunktion besonders gefördert. Lernschwache Kinder können drei Jahre in der Eingangsstufe verbleiben, ohne die Stigmatisierung des Sitzenbleibens zu erleben.

Festlegungen für 3/4In den Klassen 3 und 4 wird nicht mehr nach den strengen Prinzipien der Montessori-Pädagogik unterrichtet. Die hier unterrichtenden LehrerInnen sind jedoch für diese Pädagogik offen und wenden im Einzelfall auch immer wieder ausgewählte Materialien und Methoden im Unterricht an.Mit diesen Festlegungen sollen zum einen die wertvollen Chancen der Montessori-Pädagogik genutzt und zum anderen aber auch ein harmonischer Übergang in die weiterführenden Schulen gewährleistet werden.Offene Unterrichtsformen) gewährleisten auch in den Klassen 3 und 4 die Orientierung und Arbeit an unserem Schulkonzept „Schule des Kindes auf dem Weg zu selbstgesteuertem, selbsttätigem und partnerschaftlichem Lernen“

[1] Sensible Phasen sind nach Maria Montessori bestimmte Phasen in der Entwicklung eines jeden Kindes in der es besonders offen ist für bestimmte Lerninhalte, Themen....

Selbstgesteuertes Lernen erfolgt durch:
  • Freie Wahl in der Freiarbeit 1/2
    • der Arbeit
    • des Partners
    • des Ortes
    • der Zeiteinteilung
  • Tages-und Wochenpläne in 3 und 4 mit freier Wahl des Ortes, des Partners und der Arbeitsschritte
  • Organisation der Hausaufgaben
Selbsttätiges Lernen erfolgt durch:
  • Montessori Material in 1/2
  • Bewegung und Lemeinsicht stehen im Zusammenhang
  • Selbstkontrollen
  • Lernkarteien
  • Projektarbeit
  • Projektvorstellungen mit gemeinsamer Besprechung und Benotung nach Kriterienkatalog
Partnerschaftliches Lernen erfolgt durch:
  • Patensystem in der Jahrgangsmischung 1/2 wodurch jüngere Schüler vonälteren lernen
  • Jahrgangsmischung in Werkstätten, Projekten und Veranstaltungen
  • Lehrer als Lernberater
  • Klassenrat
  • Streitschlichtung
  • Gesprächsregeln mit Kontrollsystem
  • Demokratische Entscheidungssituationen
  • Flüsterzeit und Schweigezeit
  • Konfliktlösungsstrategien

Wildensteinschule

Rappenbühl 4   
88637 Leibertingen
Tel: 07466-9282-40
wildensteinschule@
leibertingen.de

Wichtige Termine

Donnerstag, 16. Mai  2019 um 19.00 Uhr
Klassenübergreifender gemeinsamer Elternabend

Schule des Kindes

auf dem Weg zu selbstgesteuertem, selbsttätigem und partnerschaftlichem Lernen.